DIE CIDERWELT VON NORDAPPEL
Aus Obst, das auf alten Hochstämmen gewachsen ist. In Handarbeit gekeltert, in Norddeutschland, von Wiesen, die durch diese Nutzung erhalten und gepflegt werden.
Wir keltern Cider aus 100 % Direktsaft. Kein Konzentrat, kein zugekaufter Saft, keine Plantagenware — das Obst kommt von alten Streuobstwiesen zwischen Friesland und Heide, und die meisten davon pflegen wir selbst.
Was daraus wird, hat drei Gesichter: einen Cider für den Feierabend, eine Flasche zum Anstoßen und einen Wein, der keiner sein darf, weil er aus Äpfeln ist.

LINIE 1
Die drei kleinen Flaschen sind unser Alltagsgeschäft, und sie haben eine Absicht: eine norddeutsche Cider-Kultur, die sich bei der englischen etwas abschaut. Cider als Getränk, das man einfach trinkt — an der Bar mit Freunden, im Sommer draußen, am liebsten unter den Bäumen, von denen er kommt.
Alle drei entstehen bei uns in der Mosterei, von Hand: gepresst, gekeltert, ausgemischt, abgefüllt. Alle drei sind durchgegoren und danach rückgesüßt — mit Bio-Rohrohrzucker, mit Direktsaft oder mit Honig. Das hat sich für den norddeutschen Gaumen als der richtige Weg herausgestellt.
Angefangen hat es mit dem Trockenen. Der Gehopfte war der, der einschlug. Der BlütenHonig kam dazu, weil er aus dem Streuobst heraus die logische Folge war und blieb ein Renner — der Honig stammt von denselben Wiesen wie die Äpfel.
Einfache Produkte für ehrlichen Cidergenuss. Die Handlese kommt auf den Tisch, wenn es etwas zu begleiten gibt. Der Classic kommt aus dem Kühlschrank, wenn Feierabend ist.
LINIE 2
Die Seccos sind die Flaschen, die aufgemacht werden, wenn es etwas zu feiern gibt. Diese Linie hält nicht ein Verfahren zusammen, sondern ein Anlass — deshalb steht hier auch etwas nebeneinander, das sich sonst nicht begegnen würde.
Der AppelSecco ist trocken, prickelnd und aus Streuobst: eine Cuvée aus Gravensteiner, Holsteiner Cox und Ingrid Marie, ausgebaut mit Sauvignon-Blanc-Hefe. 6,7 % vol.
Der WiesenSecco ist kein Cider, er ist die Alternative. Er ist alkoholfrei und entsteht nicht durch Entalkoholisieren, sondern aus Streuobst-Direktsäften und Kräutern, die auf denselben Wiesen wachsen — Quitte, Minze, Melisse, Zitronenmelisse, dazu niedersächsischer Ingwer. Und er ist der Grund, dass am Tisch alle mit anstoßen können.
Beides ist die Landschaft, aus der es kommt — schmackhaft gemacht und zugleich ein Ausdruck von ihr. Für Festlichkeiten, die ihren Ort kennen.

LINIE 3
Wein muss nicht aus Trauben sein. In unserem Klima kommt die Rebe ohne massiven Pestizideinsatz nicht zur Reife — die alten Hochstämme auf den Streuobstwiesen dagegen stehen hier seit Generationen. Sie sind unsere besten Lagen, unsere großen Gewächse.
Für die Handlesen lesen wir von den größten und ältesten Bäumen, meist von einer einzelnen Wiese. Vergoren wird spontan, mit so wenig Eingriff wie möglich, bis kein Zucker mehr übrig ist — 0 g Restzucker. Danach reifen sie im Fass, in der Regel zehn Monate, dann werden sie in der Flasche karbonisiert. Was dabei entsteht, schmeckt so wenig nach Apfelsaft, wie ein Weißwein nach Traubensaft schmeckt.
Und noch etwas kann der Weinbau strukturell nicht: Unsere Cuvée wird nicht im Keller gemischt. Sie wurde bei der Pflanzung komponiert — von jemandem, der das Ergebnis nie getrunken hat.
Die Vögel auf den Etiketten sind eine Verbeugung vor dem Lebensraum, aus dem das alles kommt.
Warum Tafelobst keinen guten Cider ergibt, was Direktsaft von Konzentrat unterscheidet und warum wir das hier Cider nennen: der ganze Rest steht im Blog.



Dasselbe Prinzip, ein anderer Name. Cidre in Frankreich, Sidra in Spanien, Ebbelwoi in Hessen, Cider in England — vergorener Apfelsaft gibt es überall, und jede Region hat ihre eigene Machart. Warum wir uns für „Cider" entschieden haben, steht ausführlich im Blog: Cider, Cidre, Ebbelwoi
Ja — mit einer Ausnahme: Im BlütenHonig steckt Honig von unseren Wiesen. Alle anderen sind vegan.
Ja, alle. Auch der Gehopfte: Hopfen ja, Malz nein. Er ist ein Cider, kein Bier — der Hopfen zieht am Ende ein und bringt die Bitternote mit, mehr nicht.
Kühl, dunkel und stehend. Alle Flaschen haben Kronkorken, es muss also kein Korken feucht bleiben. Was auf der Flasche steht, gilt: Der WiesenSecco trägt ein Mindesthaltbarkeitsdatum, die vergorenen Produkte eine Losnummer.